Kommunale Wärmeplanung Konvoi Kocher-Jagst
Mit der kommunalen Wärmeplanung entwickelt Neuler eine zukunftsorientierte Strategie für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Ziel ist es, fossile Energieträger Schritt für Schritt zu ersetzen, lokale Potenziale wie Solarenergie, Biomasse und Abwärmenutzung optimal zu nutzen und die Energieeffizienz zu steigern. So entsteht ein Fahrplan, der Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen den Umstieg auf eine nachhaltige Wärmeversorgung aufzeigt – für mehr Klimaschutz und Lebensqualität in unserer Gemeinde.
Was ist kommumale Wärmeplanung?
Die Kommunale Wärmeplanung (KWP) stellt grundsätzlich ein informelles Planungsinstrument der Gemeinde dar. Im Wesentlichen soll die KWP dazu dienen, einen fundierten Überblick über die aktuell bestehende Wärmeinfrastruktur und über Potentiale zur CO2-neutralen und kosteneffizienten Wärmeversorgung in den Gemeinden zu erhalten.
Die KWP lässt sich in vier Phasen einteilen:
- Bestandsanalyse: Analyse des aktuellen Wärmebedarfs, -verbrauchs und der Treibhausgasemissionen, sowie Informationen zu Gebäudetypen und -alter, Versorgungsstrukturen und Beheizungsarten.
- Potentialanalyse: Identifizierung von Energieeinsparpotenzialen und erneuerbaren Energien in verschiedenen Sektoren sowie lokalen Verfügbarkeiten von erneuerbaren Energien und Abwärme.
- Aufstellung Zielszenario: Entwicklung eines Szenarios zur klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2050 mit Zwischenzielen für 2030, einschließlich der räumlichen Planung von Versorgungsstrukturen.
- Wärmewendestrategie: Formulierung eines Transformationspfads mit Maßnahmen, Prioritäten und Zeitplan zur Umsetzung des kommunalen Wärmeplans, inklusive erforderlicher Energieeinsparungen und Aufbau der Energieversorgungsstruktur.
Die KWP in Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohnern muss bis spätestens 30.06.2028 abgeschlossen und verabschiedet werden. Die Gemeinden Jagstzell, Hüttlingen, Lauchheim, Neuler, Rainau, Rosenberg und Westhausen haben sich zum Konvoi Kocher-Jagst zusammengeschlossen, um die KWP gemeinsam durchzuführen. Zur Erstellung wurde die Firma GEO DATA aus Westhausen beauftragt.
Warum wird eine KWP durchgeführt?
Deutschland hat das Ziel, bis 2045 klimaneutral zu sein; das heißt ab diesem Zeitpunkt sollen keine klimaschädlichen Gase mehr ausgestoßen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle Bereiche, also Strom, Verkehr und Wärme auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Während der Anteil von erneuerbaren Energien im Strombereich bereits bei über 50 % liegt, ist dieser im Bereich Wärme erst bei etwa 19 %; gleichzeitig sind etwa 50 % des Endenergieverbrauchs und etwa 40 % der CO2- Emissionen in Deutschland auf den Wärmemarkt zurückzuführen.
Das heißt also, dass die Wärmewende noch einen weiten Weg vor sich hat, gleichzeitig besteht allerdings auch die Chance, einen wesentlichen Teil der CO2-Emissionen einzusparen. Die KWP kann hier als Startschuss für die Wärmewende vor Ort dienen und allen Beteiligten einen möglichen Weg zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung aufzeigen.
Neben diesem Erfordernis aufgrund des Klimawandels gibt es auch die gesetzliche Verpflichtung, eine KWP durchzuführen. Hier wurden mit dem Wärmeplanungsgesetz (Bund) und dem Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz (Baden-Württemberg) die entsprechenden Grundlagen gesetzt.
Die Gemeinde Neuler freut sich über Gelder von der nationalen Klimaschutzinitiative!
Die neue Fahrradabstellanlage für den Sport- und Kulturtreffpunkt wird durch die nationale Klimaschutzinitiative mit ca. 13.000 € gefördert. Nur durch die Unterstützung von Fördergebern können solche Maßnahmen umgesetzt und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.
Die Bürgerschaft wird gebeten die Anlage – und damit auch das Fahrrad – rege zu nutzen.

